Agglomerationsprogramme 2. Generation

Das Bild zeigt das Limmattal.

Für die 2. Generation wurde das Agglomerationsprogramm der 1. Generation weiterentwickelt und aktualisiert. Die 2. Generation setzt sich neu aus vier Agglomerationsprogrammen (Agglomerationsprogramme Zürcher Oberland, Stadt Zürich – Glattal, Limmattal sowie Winterthur und Umgebung) sowie einem
Dachkonzept zusammen. Die Perimeter der vier Agglomerationsprogramme wurde um das Zürcher Oberland (westlicher Teil) und den Raum Bülach erweitert. Durch die Aufteilung in vier Programmregionen konnten die Inhalte besser auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Regionen angepasst und eine stärkere Verankerung der Programminhalte in den einzelnen Regionen erzielt werden. Die Aufteilung ermöglichte zudem die enge Zusammenarbeit und eine gemeinsame Trägerschaft mit dem Kanton Aargau im Rahmen des Agglomerationsprogramms Limmattal. Das Dachkonzept zeigt die übergeordneten Zusammenhänge aller Agglomerationsprogramme auf und gibt einen Überblick über die Massnahmen von besonderer Bedeutung. Ebenso behandelt es die Wechselwirkungen mit den benachbarten Agglomerationsprogrammen, insbesondere den Agglomerationsprogrammen Schaffhausen und Obersee.

Wichtige Ausbauprojekte für neue Tramlinien (z.B. Tramverbindung Hardbrücke), Stadtbahnlinien (z.B. Limmattalbahn) und S-Bahn (3. Etappe der 4. Teilergänzung S-Bahn) sind auch in der 2. Generation enthalten. In allen Teilgebieten wurden besonders siedlungsunverträgliche Ortsdurchfahrten ermittelt. Durch Umgestaltungen und Aufwertungen sollen diese Strassenabschnitte von den Negativwirkungen des motorisierten Verkehrs entlastet werden. Das Velo- und Fussgängernetz wird in der 2. Generation weiter ausgebaut und einige der bestehenden Netzlücken geschlossen, sowohl in den Zentren (z.B. Veloquerung Nord am Bahnhof Winterthur) wie auch auf regionalen Verbindungen (z.B. «Fil Bleu» entlang der Glatt zwischen Dübendorf und Opfikon). Das Agglomerationsprogramm 2. Generation enthält zudem Massnahmen, die bereits für die 3. Generation vorgemerkt wurden. Unter anderem ist in Winterthur eine neue Erschliessungsstrasse mit einer möglichst direkten Anbindung ans Hochleistungsstrassennetz für das neue Zentrum Neuhegi-Grüze geplant.

Mit RRB Nr. 576/2012 wurden die vier Agglomerationsprogramme Siedlung und Verkehr Kanton Zürich beschlossen und dem Bund Ende Juni 2012 zur Mitfinanzierung der darin enthaltenen Massnahmen eingereicht. Der Bund hat alle eingereichten Agglomerationsprogramme geprüft und bewertet, woraus sich die Finanzierungsbeiträge ergeben. Massnahmen werden vom Bund dann mitfinanziert, wenn sie ein entsprechend gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen und zwischen 2015 und 2019 bau- und finanzierungsreif sind. Aufgrund der Programmwirkung hat der Bund einen Beitragssatz von 35% (Stadt Zürich – Glattal, Limmattal) bzw. 40% (Winterthur, Zürcher Oberland) an die mitfinanzierten Massnahme (-pakete) festgelegt. Für die insgesamt 71 Massnahmen(-pakete) der Agglomerationsprogramme 2. Generation können somit Bundesbeiträge von bis zu 319 Mio. Franken beantragt werden.