Oberlandautobahn

Die kantonale Oberlandautobahn A53 zwischen dem Brüttiseller Kreuz und der Kantonsgrenze St. Gallen erschliesst das bevölkerungsreiche und wirtschaftlich bedeutende Zürcher Oberland. Die Schliessung der Autobahnlücke zwischen Uster Ost und dem Kreisel Betzholz hat nicht nur für das Zürcher Oberland, sondern für die ganze Ostschweiz grosse Bedeutung. Die durchgehende Autobahn würde die Bevölkerung vom Durchgangsverkehr entlasten, der heute durch das Aathal und durch Wetzikon rollt. Und sie würde den Weg frei machen für die weitere regionale und überregionale Entwicklung.

Das vom Zürcher Regierungsrat im Jahr 2008 beschlossene und vom Zürcher Verwaltungsgericht 2010 bestätigte Ausführungsprojekt kann nicht wie vorgesehen realisiert werden. Das Bundesgericht ist mit einem im Juni 2012 veröffentlichten Entscheid zum Schluss gekommen, dass der Schutz der Moorlandschaft der vorgesehenen Linienführung im östlichen Abschnitt (Wetzikon – Betzholz) zwingend entgegensteht. Der westliche Abschnitt (Uster Ost – Wetzikon) ist hingegen unbestritten. Die Volkswirtschaftsdirektion analysiert zurzeit das Urteil und prüft weitere Schritte in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA).

Noch offen ist Entscheid des Bundesparlaments zur Aufnahme der Oberlandautobahn ins schweizerische Autobahnnetz (Netzbeschluss). Im Januar 2012 hatte sich der Bundesrat in seiner Botschaft zuhanden des Parlaments für diesen Schritt ausgesprochen.

Weiteres Vorgehen

An der Informationsveranstaltung in Gossau ZH haben Regierungsrat Ernst Stocker und Amtschef Markus Traber diejenige Linienführung der Oberlandautobahn vorgestellt, die in den Richtplan aufgenommen werden soll. Diese ersetzt den bisherigen Richtplaneintrag.

Der neue Richtplaneintrag wurde vom 27. Juni bis Ende September 2014 öffentlich aufgelegt. Nach der Erfassung und Auswertung der Einwendungen, der Überarbeitung der Richtplandokumente und dem Erläuterungsbericht hat der Regierungsrat am 8. April 2015 die Überweisung der Richtplanvorlage an den Kantonsrat beschlossen. Die Festsetzung im kantonalen Richtplan ist die Voraussetzung, um weitere Planungsschritte einzuleiten.